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Bauherr: Martin Berbig
Architekt/Planer: Martin Berbig
Ausführung (Holzbau): Holzbau Feuerstein GmbH & Co. KG, 6883 Au

Nominiert
beim Vorarlberger Holzbaupreis 2021

Adresse

Martin Berbig
Rehmen 29
6883 Au

"Geabata-Michla-Hus"

"Meor ehrod das Ault und grüoßod das Nü" - unter diesem Motto wurde das alte, im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaute und aufgestockte typische Hinterwälderhaus aus der Mitte des 17. Jhdt. einer grundlegenden authentischen Generalsanierung unterzogen. Der angebaute Wirtschaftsteil wurde im alten Originalzustand belassen. Die typologischen Charakteristikas, wie Schopf, Untertenn (Schupfe), die Urgrundmauern des Kellers aus Bachbettsteinen, ein Tonnengewölbe, die barockzeitlichen Täfelungen, die verschindelte Fassadengestaltung und vieles mehr, wurden grundsätzlich beibehalten. Die Beweggründe waren einerseits die dringende Bausubstanzsanierung und andererseits die möglichst harmonische Einbettung des geschichtlichen Objekts in das sensible originale Ensemble des Rehmer Dorfzentrums.

Weitere Projektdaten

  • Ausführung/Bauweise: Das ursprüngliche Steinkellergewölbe und die Grundmauern blieben erhalten.
    Der darauf aufbauende 3-geschoßige homogene Holzbau ist gekennzeichnet durch:
    a) die Verwendung der bestehenden Strickwände; b) Erneuerung der Dachkonstruktion samt Dachverglasung, welche das Dachgeschoß und Treppenhaus mit Licht durchflutet, c) Ummantelung mit rund gestanzten Gebirgsfichtenschindeln.
    Der ökologische Fußabdruck zeichnet sich durch heimisches Weißtannenholz und gesunder Dämmung aus Holzwolle aus.
  • Nutzfläche: 641 m²
  • Fenster: Sprossenfenster in Fichtenholzausführung mit Fensterbänken aus Lärchenholz;
    massive Gratleistenläden;
    Erhalt der ursprünglichen Schiebefenster mit typischen Vorfenstern im Schopfbereich
  • Ausbau: Boden: zwischen EG und OG Verstärkung der bestehenden Dielendecke durch Beton-Holz-Verbund; zwischen OG und DG Einbau originalgetreuer konischer Dielendecke; gesamter Bodenaufbau erfolgte in Trockenbauweise; den Abschluss bilden bandsägeraue Weißtannenbretter
    Wand: offen gelegte Strickwände setzen Akzente; Lehmwände mit integrierter Wandheizung sowie restauriertes Wand- und Deckentäfer sorgen für Atmosphäre und Gemütlichkeit; Türstöcke dienen gleichzeitig als Kammsäulen bei den Strickwänden.
  • Energie: hauseigene Hackschnitzelanlage mit Fernwärmeanschluss der umliegenden Nachbarhäuser
    Restaurierung des bestehenden Kachelofens, welcher für das OG zusätzlich Wärme bietet
    HWB: 43 kWh/m²a
  • Fertigstellung (Jahr): 2018

Weitere ausführende Firmen

  • Idee, Entwurf und Gestaltung: Dipl.-Ing. Arch.Thomas Mennel; Dipl.-Ing. Arch. Helmut Batlogg

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