Haus am Eichenberg

Die Siedlungsstruktur des Weilers soll ergänzt werden. Der Ausblick auf Bodensee und Berglandschaft ist atemberaubend, das Grundstück herausfordernd, da es unmittelbar an eine Landesstraße grenzt und in Hanglage einen dreiecksförmigen Zuschnitt aufweist.
Der Entwurf nutzt die Topografie, das Haus ist auf beiden Ebenen erschlossen und eine künftige Teilung in zwei Einheiten möglich. Schützend zur bergseitigen Wetterseite öffnet es sich zum Dorfkern. Das zweifach gefaltete Dach reagiert dabei auf Höhenvorgaben und fokussiert Blickachsen. Die vertikale Fassadenstruktur generiert feine Abstufungen der Transparenz. Geseifte Weißtanne, fließende Räume und ein Kamin aus Schwarzstahl schaffen im Inneren eine ruhige Atmosphäre.
Der detailgenaue Holzbau wurde mit hohem Präzessionsgrad geplant und vorgefertigt auf der Baustelle montiert. Die computerbasierten Berechnungs- und Fertigungsmethoden der Zimmerer eröffneten dabei neue Möglichkeiten der Gestaltung und Interpretation eines Holzbaus.

Weitere Projektdaten

  • Fotograf: Adolf Bereuter
  • Fertigstellung (Jahr): 2019
  • Konstruktion/Schichtaufbau Decke(n) OG: 9.0 Extensivgranulatsubstrat/Sedum, 3.0 Festkörperdrainage/Vlies, 2.0 Bitumenabdichtung, 28.0 Dämmung, Dampfsperre, 14.0 Massivholzdecke, 2.0 Luft stehend, 10.0 Dämmung dazw. Lattung, 2.0 Holztäfelung
  • Konstruktion/Schichtaufbau Außenwände OG: 3.0 Holzfassade, 4.0 Hinterlüftung, Windpapier, 1.7 DWD imprägniert, 20.0 Dämmung Zellulose faserfrei, 1.8 OSB stossverklebt, Dampfbremse, 6.0 Schiftung, 8.0 Isolierung Schafwolle faserfrei, 2.0 Holztäfelung Tanne gebürstet
  • Energiekennzahl: 23 kWh/m²a
  • Primärenergiebedarf: 90 kWh/m²a
  • Fensterrahmenmaterial: Weißtanne geölt, 3-fach Wärmeschutzverglasung
  • Fußboden: Weißtannenriemenboden geseift
  • Ofen: Kaminofen Schwarzstahl
  • Energieträger für Raumwärme: Erdwärmepumpe

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