Prämiert
beim Vorarlberger Holzbaupreis 2015
Preis Kategorie Holzmischbau Gewerbe

Bewertung der Holzbaupreis Jury

Große Volumen können erschrecken - dieser modulare Holzbau am westlichen Talhang des Montafons begeistert.

Der rund 120 m lange, 13,7 m breite und 19 m hohe Gebäuderiegel steht an seinem nördlichen Ende auf einem Viertel seiner Grundfläche im Ausgleichsbecken Rodund I der Vorarlberger Illwerke. Der fünfgeschossige Bau, mit einem Erdgeschoss von 4,6 m Höhe und vier 3,6 m hohen Obergeschossen, ist eine gemischte Holz- Stahlbetonkonstruktion. Dazu kommt noch ein vollständig in Stahlbeton erstelltes Untergeschoss. Korrekterweise müsste sogar von einer gemischten Holz-Stahlbeton- Stahlbauweise gesprochen werden, weil zentrale Elemente der Tragkonstruktion aus Stahl bestehen. Grundsätzlich kann das Gebäude als starres Stahlbetongerüst interpretiert werden, in das relativ bewegliche Holz- beziehungsweise Holz-Beton- Elemente und einzelne Stahlelemente eingesetzt sind. Aha, das ist ja dann doch gar kein Holzbau?
Doch! Gebäude mit diesen Dimensionen müssen sinnvollerweise hybrid gedacht und gebaut werden. Die kluge Verknüpfung der unterschiedlichen positiven Materialeigenschaften zu einem modularen Gesamtkonzept - hier eine tragende Fassade im Rasterabstand von 3 m mittels Holzdoppelstützen und einer Holz-Beton-Rippenverbunddecke - werden den Holzbau sprichwörtlich in neue Dimensionen führen. Und diese müssen nicht zwangsläufig in die Höhe, sondern können sich auch in die Fläche entwickeln. Es gibt derzeit kein überzeugenderes Beispiel für diesen Denkansatz!

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