Prämiert
BEIM VORARLBERGER HOLZBAUPREIS 2009
AUSZEICHNUNG KATEGORIE Sanierung/Bestandserweiterung

Bewertung der Holzbaupreis Jury

Neuinterpretation

Anstelle des ehemaligen Stall-Stadel-Gebäudes und unter Beibehaltung der ehemaligen Kubatur, entstand ein kubisch reduzierter, kompakter, sich volumetrisch gut in die bestehende Struktur einordnender Zubau zum 1928 gebauten Wohnbau. Der stringente Grundriss überzeugt hinsichtlich seiner klaren Struktur. Seine räumliche Nutzungsneutralität zeugt von nachhaltigem Denken des sich stets wandelnden Einfamilienhauses.

Die in den Gebäudekubus eingeschnittenen Loggias und das flächige Holzdach werden zu einer Einheit zusammengebunden. Zusammen mit dem konstruktiven Schichtaufbau der Innen- und Außenwände, den bewusst ökologisch gewählten Materialien, wie den Lehmbauplattenvorsatzschalen und der Photovoltaikanlage, als Energieträger auf dem Dach, zeigt der Bau die architektonischen Möglichkeiten des Einbezugs neuer Materialien und Technologien in ein architektonisch kompromissloses Gesamtkonzept.

Die reduzierte Form des neuen Wohngebäudes grenzt sich bewusst von der Umgebung ab und besticht durch seine innere und äußere Kompaktheit. In diesem Verweis liegt auch die Kraft der Erscheinung, ein sich bewusst abgrenzender Bau.

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