Prämiert
beim Vorarlberger Holzbaupreis 2009
Auszeichnung Außer Landes

Bewertung der Holzbaupreis Jury

Innovation durch Reduktion

Aufgabe war hier, auf 2400 m Höhe eine Unterkunft für Bergsteiger anstelle einer baufälligen Schutzhütte zu errichten. Statt einem großen Hotel mit hohem Komfort und technologischem Schnickschnack an dieser privilegierten Stelle mit Blick auf Gipfel und Gletscher der Zillertaler Alpen zu stellen, entschloss sich der Architekt zu einem minimalen Eingriff. Dort wo die 100 Jahre alte Holzhütte gebaut wurde, steht jetzt ein kompakter Bau aus Brettsperrholz, der nur im Sommer genutzt wird und deswegen nicht wärmegedämmt wurde. Tiefer im Gelände liegt ein kleines, gut gedämmtes
Winterquartier für Selbstversorger.

Das an eine Ost-West-Achse lang gestreckte zweigeschossige Hauptgebäude kragt über einen mit Steinen verkleideten Betonsockel heraus. Die Nordfassade ist ganz geschlossen; die Südseite dagegen
mit vielen vertikalen Fenstern und einer vorgelagerten Sonnenterrasse versehen. Im Erdgeschoss öffnet sich die östliche Giebelseite zu einem Panoramafenster.

Die 350 Bauteile "überwiegend Brettsperrholzelemente für Außen- und Innenwände, Decken und Dach wurden per Helikopter geliefert und in drei Tagen montiert. Die Fensterrahmen sind aus tauchimprägnierter Fichte; die Schindelung aus unbehandelter Fichte für die Fassaden und aus Lärche auf dem Dach. Die zwei bescheidenen Bauten wurden in dieses zu behütende Naturdenkmal empfindsam eingefügt und werden vielleicht auch, wie die alte Hütte, 100 Jahre lang dort ruhen.

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