Prämiert
beim Vorarlberger Holzbaupreis 2011
Auszeichnung Kategorie Öffentliche Bauten

Bewertung der Holzbaupreis Jury

Aus einem Guss

Der zweite Akt ist vollzogen. Nachdem vor einigen Jahren das Biomasseheizwerk in Lech fertiggestellt wurde, dachte noch niemand, dass in absehbarer Zeit eine Erweiterung notwendig sein könnte. Da die Leistung der zwei bestehenden Biomassekessel im Heizwerk zu gering wurde, war es nun notwendig eine Erweiterung des bestehenden Werkes vorzunehmen.

Wenn man davon ausgeht, dass ursprünglich der erste Gebäudeteil als eigenständiger Baukörper gedacht war, muss man heute bemerken, dass die Erweiterung in sehr geschmeidiger Weise das enorme Volumen in das bestehende, landschaftlich sensible Umfeld eingliedert.

Wie aus einem Guss liegt der geschwungene Baukörper im Lechtal angeschwemmt. Gekonnt wird die Dachneigung des ursprünglichen Gebäudes aufgenommen und entlang der Lechtalstraße bergwärts in einem gleichmäßigen Verlauf abgesenkt. Weich reagiert das Gebäude auch im Grundriss auf die topografisch engen Rahmenbedingungen und fügt sich von oben gesehen harmonisch zwischen Zürsbach und Lechtalstraße ein.

Das Gebäude ist von seiner Funktion ein reiner Zweckbau, doch seine sauberen, einfachen, konstruktiven Details und die reduzierte, schlüssige Gebäudehaut unterstreichen die städtebauliche, architektonische und auch „landschaftsprägende“ Qualität des neuen Biomasseheizwerkes.

Weitere ausführende Firmen

  • Tragwerksplanung: Mader & Flatz Ziviltechniker GmbH , 6900

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