Objekt: Wirtschaftsgebäude Zentralfriedhof, Wien

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Planung: Riepl Kaufmann Bammer Architektur , 1020 Wien
Ausführung (Holzbau): Kaufmann Bausysteme, 6870 Reuthe

Prämiert
beim Vorarlberger Holzbaupreis 2013
Preis Kategorie Außer Landes

Bewertung der Holzbaupreis Jury

Friedhofskultur

Diesem fast archaisch wirkendem eingeschoßigen Ensemble von mehreren Wirtschaftsgebäuden auf dem Zentralfriedhof in Wien gelingt es auf beeindruckende Weise trotz sehr unterschiedlicher Nutzungen (Werkstätten, Zentrallager, Sozial- und Verwaltungsbauten, Garagen und einem Holzlager), ein einheitliches Erscheinungsbild zu erzeugen.

Die wie an einer Perlenschnur aneinandergereihten einzelnen Funktionsgebäude des langen Schenkels der L-förmigen Grundrissfigur bilden einen ruhigen Horizont, der sich nur durch wenige nutzungsbedingte 4-Höhenversprünge sehr fein differenziert. Damit wird eine zu starke Gleichförmigkeit im Sinne einer durchlaufenden Trauflinie verhindert. Der entstehende Innenhof bietet Parkmöglichkeiten für die Mitarbeiter, einen überdachten Holzlagerplatz, einen Waschplatz und einen Altstoffsammelplatz.

Die ungemein wirtschaftliche Tragstruktur gliedert den gesamten Komplex durch ein einheitliches Achsraster und wurde mittels einer Holz-Skelettbauweise errichtet. Die BSH-Stützen tragen die BSH-Binder der Dachkonstruktion und CLT-Wände dienen als aussteifende Wandscheiben. Und fast möchte man sagen: endlich mal keine Holzfassade, sondern stattdessen ein gelochtes und schwarz eloxiertes Aluminiumtrapezblech.

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