Holzbauweisen

 

Für alle Bauweisen gilt: Bei guter
Planung, Ausführung und Pflege
gibt es hinsichtlich der Lebens-
dauer, der Qualität und der Wirt-
schaftlichkeit von Holzbauten
keinen Unterschied zu gängigen
Massivbauten.
Die mit Holz als Werkstoff errich-
teten Häuser haben jedoch viele
darüber hinausgehende objektive
Vorteile, die zum Teil unmittelbar
kostenrelevant sind (platzspar-
ende, leistungsfähige Bauteile,
kurze Bauzeiten etc.), zum Teil
die Wohnqualität und Umwel-
tqualität betreffen (Wohnklima,
Nachhaltigkeit, trockene Bau-
weise).

 

Es gibt auch Kombina-
tionen zwischen den Einzelnen
hier beschriebenen Bauweisen,
die jedoch den Rahmen dieser
Ausführung sprengen würden.
Dies ist auch Aufgabe eines
Architekten, Holzbauingenieurs
oder Zimmermeisters für die
jeweilige Anforderung die richtige
Wahl zu treffen.


Da sich der Holzbau steigender
Beliebtheit erfreut, wird dadurch
auch in letzter Zeit verstärkt an
neuen Holzbausystemen geforscht
und entwickelt. Daher hat die
folgende Aufstellung auch keinen
Anspruch auf Vollständigkeit und
soll nur einen groben Überblick
geben. Grundsätzlich kann man in
2 Holzbauweisen unterscheiden:

1. Stabförmige Holzbauweisena)Holzskelettbauweise: Trennung
der tragenden und der aumbildenden Struktur, die Aussteifung wird über separate Verbände erreicht
b) Fachwerkbauweise:
Holzkonstruktion mit tragender
und aussteifender Wirkung, Holzkonstruktion ist sichtbar, hoher Fugenanteil -> Luftdichtheit relativ schwierig zu erreichen
c)Holzrahmen/Holztafelbauweise: Tragender Rahmen und aus-
steifende Beplankung, hoher Vorfertigungsgrad möglich,
Luftdichtheit relativ leicht zu
erreichen


2. Flächige Holzbauweisen
a) Blockbauweise: Waagrecht

liegende Holzbohlen mit tragender
und aussteifender Funktion, sicht-
bare Holzkonstruktion
b) Massivholzelemente:

A) Vollholzsysteme mit Leim-
verbindungen:
• Kreuzlagenholzelemente: Durch
kreuzweises Verleimen von Brettern wird ein flächiges Element produziert
• Brettschichtholzbauweise: Vollholz-
bretter werden zu fugenlosen Elemen-
ten verleimt, die als Wand oder Deckenelemente eingesetzt werden

B) Vollholzsysteme mit metal-
lischen Verbindungen:
• Brettstapelelemente: Vollholz-
bretter werden durch Nagelung zu Wand- und Deckelementen zusammengenagelt,

C) Metall- und leimfreie Vollholz-
systeme: Technisch vorgetrocknete Hartholzdübel werden in etwas
kleiner vorgebohrte Öffnungen eingepresst. Durch die Zunahme
der Feuchtigkeit quellen diese Dübel
an und führen so zu einer dauer-
haften, leimfreien Holzverbindung
Vorarlberger Holzbaukunst